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Institut für Wasserbau
Technische Universität Hamburg-Harburg

Das Institut für Wasserbau der Technischen Universität Hamburg-Harburg (TUHH-WB) hat weitreichende Forschungskompetenz im Bereich des Küsten- und Binnenwasserbaus aufgebaut und ist in verschiedenen nationalen sowie internationalen Forschungsprojekten, wie z.B. PEARL, KLIMGZUG-Nord, XtremRisK, CORFU, SMARTeST, SAWA und MARE, aktiv und zum Teil federführend beteiligt. Mit der Übernahme der Professur für Wasserbau an der TUHH durch Prof. Fröhle wurden zusätzliche wasserbauliche Kenntnisse mit starkem Fokus auf das Küsteningenieurwesen in das Institut eingebracht. Die Erfahrungen von Prof. Fröhle sind in einer Reihe von Forschungsprojekten dokumentiert u.a. mit direkten Bezug zur Seegangsmodellierung, -analyse und –messung mit Fokus auf die deutsche Ostseeküste, z.B. HoRisK, RAdOst und MUSTOK/SEBOK sowie mit Bezug zur deutschen Nordseeküste, z.B. Seegangsbedingungen für die Wattseiten der ostfriesischen Inseln und Optimierung des Küstenschutzes für die Insel Sylt oder HoRisK.

TUHH-WB entwickelt und betreibt numerische Simulationssysteme (z.B. KALYPSO) für die integrierte numerische Simulation hydrologischer und hydrodynamischer Prozesse und hat weitreichende Erfahrungen mit der numerischen Simulation von Seegang und anderen hydrodynamischen Prozessen, z.B. der Bestimmung des Bemessungsseegangs für Hoch-wasserschutzdeiche der schleswig-holsteinischen Ostseeküste und Seegangssimulationen im Bereich der niedersächsischen Wattenmeerküste (z.B. Ergebnisse aus dem MUSTOK – Projekt (Schlamkow, C. & Fröhle, P. 2009) oder Ergebnisse des RAdOst – Projekts (Dreier, N., Schlamkow, C., Fröhle, P. & Salecker, D. 2013).

Weiterhin besitzt TUHH-WB Erfahrungen in der Messdatenerfassung und betreibt zu Messzwecken ein Forschungsschiff, welches mit Seitensichtssonar (side scan sonar) und einem akustischen Strömungsmessgerät (current profiler) ausgestattet ist und besitzt eine Waverider-Seegangsmessboje der Firma Datawell. Letztere wird beispielsweise in einem Projekt mit der Bundesanstalt für Gewässerkunde dazu eingesetzt, verschiedene Messverfahren des lokalen Seegangs in der Nähe von Borkum zu vergleichen (Ruetten et al., 2013). Derzeit entwickelt TUHH-WB kleinere Seegangsmessbojen für Flachwasserbereiche und Wattgebiete, welche sich noch in der Erprobungsphase befinden.

Literatur

Dreier, N., Schlamkow, C., Fröhle, P. and Salecker, D., 2013. Changes of 21st Century’s average and extreme wave conditions at the German Baltic Sea Coast due to global climate change. In: Conley, D.C., Masselink, G., Russell, P.E. and O’Hare, T.J. (eds.), Proceedings 12th International Coastal Symposium (Plymouth, England), Journal of Coastal Research, Special Issue No. 65, pp. 1921-1926, ISSN 0749-0208.

Rütten, S., Mai, S., Wilhelmi, J., Zenz, T., Fröhle, P. & Barjenbruch, U. 2013. Directional Wave Spectra Measurement by an Array of Radar Gauges, Coastal Dynamics, 2013.

Schlamkow, C. und Fröhle, P. (2009): MUSTOK SEBOK A (03KIS053) Entwicklung von Methoden zur Bestimmung maßgebender hydrodynamischer Bemessungsparameter für Küstenschutzanlagen an der Ostsee, Abschlussbericht 3.1.

Zuletzt aktualisiert am 01.08.2017